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Streaming – ein Profi erklärt, was gute Streaming Dienste ausmacht

Streaming öffnet sehr viele neue Türen: Live an einer weit entfernten Veranstaltung teilnehmen? Sich eine Pressekonferenz egal an welchem Ort ansehen? Mit Streaming Diensten alles einfach machbar. Wie man ein Streaming professionell aufzieht, lässt man am besten einen Profi erklären.

Wenn Sebastian Sittl nicht gerade Taue auf einem Segelboot bei Madagaskar zieht, findet man ihn im TV-Studio. Seit 22 Jahren arbeitet er als Studiotechniker im Haus der Bayerischen Wirtschaft. Zusammen mit seinem Kollegen Andreas Anwender organisiert und realisiert er Streaming-Projekte für die mbw | Medienberatung der Wirtschaft GmbH.

Sein Know-how basiert auf unzähligen Live-Schalten, die er für öffentliche und private Fernsehsender durchführt, auf Webinaren, die er für Unternehmen konzipiert, und auf Filmproduktionen, die er begleitet – darunter Sequenzen vom James Bond Film „Im Angesicht des Todes“. Sebastian Sittl hat einen geschulten Blick sowohl für optimale Lichtverhältnisse als auch Kameraperspektiven. Und er weiß genau, wie man Tontechnik perfekt justiert. Alles wichtige Aspekte für Streaming. 

Und wie geht ein Profi ein Streaming an? Das erklären Sebastian Sittl und Andreas Anwender im Interview.

Das Thema Streaming von Veranstaltungen scheint für Unternehmen immer wichtiger zu werden. Ist das auch Ihre Erfahrung?

Das ist tatsächlich der Fall. Viele unserer Kunden möchten, dass wir ihre Veranstaltung streamen – und das aus unterschiedlichsten Gründen. Einige Unternehmen möchten dadurch mehr Kunden anziehen bzw. neue Zielgruppen erreichen. Anderen ist es wichtig, ihre Firma auch online präsenter zu machen und ihre Marke zu stärken.

Im Event-Livestreaming steckt einfach wahnsinnig viel Potenzial. Mit dem Stream von internen Veranstaltungen informieren Sie Ihre Mitarbeiter und Mitgliedsfirmen – auch Mitarbeiter oder Tochterunternehmen, die im Ausland sitzen. Mit Live-Pressekonferenzen erreichen Sie auch interessierte Redakteure, die wegen einer weiten Anreise eigentlich nicht teilnehmen würden. Wenn Sie Ihre Hauptversammlung streamen, können Sie Aktionäre über die Entwicklung ihrer Firma auf dem Laufenden halten. Mit Streaming lassen sich neue Zielgruppen wirklich leicht erschließen.

Worauf kommt es bei professionellem Streaming an? Was muss man unbedingt beachten?

Die Vorbereitung spielt hier eine extrem wichtige Rolle. Ich kläre mit unseren Kunden vorher genau ab, was das konkrete Ziel ist. Auf der Basis entscheiden wir dann, was technisch und konzeptionell am sinnvollsten für sie ist. Dazu gehören Entscheidungen wie: Ist eine Registrierung der online Teilnehmer empfehlenswert? Soll ein Chat für die online Teilnehmer eingerichtet werden, damit sie Fragen an die Referenten stellen können? Gibt es eine Präsentation, die man in den Stream einbinden will? Das sind nur ein paar Fragen, die ich mit den Veranstaltern vorab kläre.

Führt ihr Livestreamings nur bei euch im Haus der Bayerischen Wirtschaft durch?

Wir sind hier nicht ortsgebunden. Streaming ist auch von jeder anderen Location aus möglich. Gerade Pressekonferenzen halten Firmen gerne bei sich vor Ort ab. Wir haben eine mobile Kamera mit Stativ, einen Streaminglaptop, Mikrofone und Lichtstrahler. Das kann man alles gut transportieren. So ist vorab auch ein Testaufbau in der Location unseres Kunden möglich – was wir immer empfehlen.

Wichtig ist nur, dass die Internetverbindung ausreicht. Die muss natürlich stabil bleiben. Wenn ein Kunde einen Stream bei sich im Haus wünscht, prüfe ich das vorab. Ansonsten kann er auf unsere Räume im Haus der Bayerischen Wirtschaft ausweichen. Diese sind optimal dafür ausgelegt.

Wie viel Vorlauf sollte man einplanen, wenn man seine Veranstaltung streamen möchte?

Wir können hier sehr schnell reagieren. Wichtig ist, dass der Veranstalter sich im Vorfeld Gedanken macht: Wie will er seine potenziellen Gäste über das Streaming informieren? Im Idealfall sollte die Einladung diesen Hinweis schon enthalten. Das ist also der maßgebliche Faktor für den Vorlauf. Gerade wenn man zum ersten Mal streamt, sollte man etwas mehr Zeit einplanen. So können wir unsere Kunden bestens beraten, ihnen Tipps an die Hand geben und Wünsche gezielt umsetzen.

Wie aufwendig ist es für Unternehmen, wenn sie sich für ein Streaming entscheiden?

Meiner Erfahrung nach ist ein Beratungstermin von ca. zwei Stunden ideal. Hier gleichen wir Vorstellungen mit dem Machbaren ab und bestimmen das Vorgehen. Ziel ist es zu klären, wie wir die Veranstaltung am wirkungsvollsten umsetzen. Ein zusätzlicher Vor-Ort-Termin ist sinnvoll. Da stimmen wir die Positionierung der Kamera und der Technik ab und prüfen Lichtverhältnisse, Internetverbindung und Bewegungsradius der Referenten.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen muss man berücksichtigen?

Bei einem Streaming sind ein paar kleine rechtliche Stolpersteine zu beachten. Man braucht eine Einverständniserklärung der Personen, die im Bild zu sehen sind. Dass die Veranstaltung gestreamt wird, müssen alle Teilnehmer wissen. Am besten schreibt man diesen Hinweis in die Einladung und zusätzlich auf Aufsteller bei der Location. Auch bei dem Einspielen von Musik auf der Streaming-Plattform muss man aufpassen. Zu all diesen Aspekten berate ich unsere Kunden vorab.

Beeinflusst Streaming die Anzahl der Teilnehmer vor Ort?

Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass das nicht der Fall ist. Unsere Kunden haben festgestellt, dass die Teilnehmeranzahl vor Ort konstant bleibt. Durch das Streaming haben sie immer zusätzliche Personen erreicht. Firmen, die regelmäßig ihre Veranstaltungen streamen, beobachten eine konstante Erhöhung der online Teilnehmer. 

Was sind eure Ziele bei einem Streaming?

Uns ist es wichtig, dass der Kunde zufrieden ist, dass er seine Ziele erreicht und das Streaming ein Erfolg wird. Deswegen begleiten wir das Streaming nicht nur technisch, sondern geben auch Tipps und lassen den Kunden von unserer Erfahrung profitieren.

Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, hat seine letzte Pressekonferenz von der mbw streamen lassen. Sein Fazit fällt rundum positiv aus:

Wir haben uns vorab gefragt, ob wir uns mit einem Livestreaming nicht selbst kannibalisieren. Wir hatten die Befürchtung, dass Teilnehmer dann nicht mehr zur eigentlichen Veranstaltung vor Ort kommen würden. Dem war nicht so. Wir hatten – wie in den letzten Jahren auch – eine sehr gute Besetzung vor Ort und zusätzlich einige Teilnehmer, die wir sonst nie erreicht hätten.

(Inhaltliche Abschrift – Vollständiger Inhalt im Podcast)

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